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A R T
Schein
2008

Bedrucktes Papier, Koffer, Vitrine
In Zusammenarbeit mit Sebastian Helms [www.sebastianhelms.com]

Was bleibt vom Geld, wenn man es von seinem Wert befreit? Das assoziierte Bild des vollen Koffers bricht mit dem nominalen Wert seines Inhaltes. Das Ergebnis einer Multiplikation mit Null irritiert bei dem Gedanken, einem gewissen Reichtum gegen- überzustehen. Ein Koffer voller »Null-Euro-Scheine« liegt geöffnet auf einem Sockel unter einem Plexiglasquader. In Bündeln von je 100 Scheinen ist der Koffer bis zum Rand gefüllt mit insgesamt 11.000 durchnummerierten Exemplaren eines selbstentworfenen »Null-Euro-Scheins«. Der einzelne Schein entspricht dem nächstkleineren Höhen- und Breitenverhältnis echter Eurobanknoten. Die Elemente sind entsprechend übertragen, basieren dennoch auf einer eigenen Formsprache. Die abgebildeten Bauwerke wurden – wie bei den verwandten Scheinen – erfunden und entsprechen modellhaft der Architektur aus dem 10. Jahrhundert. In der Farbgebung zeichnet sich der Schein durch eine Braun-Ockere Stimmung aus. Die Papierart und -wahl wurde nach haptischen und visuell authentischen Gesichtspunkten den »Originalen« nachempfunden.