A

A R T
Two Frames
2010

Installation - Leuchtkasten - Zwei Prints - Heizlüfter

Die Installation besteht aus zwei Portrairts des damaligen Vorstandsvorsitzenden der deutschen Bank Josef Ackermann, fotografiert von Monika Flückinger. Die Drucke sind in kurzer Distanz vor einen Leuchtkasten an Drahtseilen aufgehängt. Unterhalb der Konstruktion sorgt ein Heizlüfter dafür, dass die Bilder sich leicht bewegen. Der leichte Grössenunterschied, das hintere Bild ist ca. 2% grösser, sowie die sich verändernde Position der Bilder zueinander sorgen für einen besonderen visuel- len Eindruck.

Die Figur »Josef Ackermann« schafft es durch bestimmte öffentliche Äusserungen grosse Effekte zu erzeugen. So reagierte der Markt sehr stark auf seine Be- merkungen über die Zahlungfähigkeit Griechenlands. Die beschlossenen harten Sparmaßnahmen haben starke Effekte auf Löhne, Renten und Unterhaltskosten. Dabei bleibt unklar, ob diese Effekte durch die Worte selbst oder ihre ständige Wiederholung erzielt werden.

Diese Arbeit geht der Frage nach, wie eine einzelne Person durch mediale In- szenierung aufgeladen werden kann. Dabei werden die relevanten Aspekte extra- hiert und neu zusammen gestellt. Zwei Bilder bilden die kleinste Dramarturgische Einheit, es braucht mindestens zwei Bilder um eine Geschichte zu erzählen. Die Frage war nun: reicht es aus zwei Bilder mit einer leichten Bewegung zu versehen um so etwas wie “»Bedeutung« zu erzielen ? Kann man durch die Variation eines Bildes eine Reaktionen erzeugen? Lässt sich eine Reaktion erzeugen, ganz ohne eine inhaltiche Aussage zu treffen?